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Hibiscus Benutzer-Handbuch

Elektronische Kontoauszüge

Unterstützung des elektronischen Kontoauszuges bei verschiedenen Banken

Auf dieser Seite findest du eine (unvollständige) Liste von Banken mit Informationen, ob und in welcher Form diese den elektronischen Kontoauszug unterstützen.

Allgemeines

Der „elektronische Kontoauszug“ ist die digitale Version jener Kontoauszüge, die entweder am Kontoauszugsdrucker in der Bank-Filiale erstellt werden oder die du per Post von deiner Bank erhälst. Die Bank ist verpflichtet, dir diese Dokumente regelmäßig bereitzustellen. Viele Banken bieten zwischenzeitlich die Möglichkeit an, die Kontoauszüge im PDF-Format von der Webseite der Bank herunterzuladen.

Mit dem Abruf der elektronischen Kontoauszüge in Hibiscus sparst du diesen manuellen Download.

Der FinTS-Standard definiert für den Abruf der Kontoauszüge zwei Geschäftsvorfälle:

  • HKEKA - Elektronischer Kontoauszug. Hierbei sind verschiedene Dateiformate möglich. Gebräuchlich sind Swift MT940 und PDF. Erstereres ist ein für Menschen nicht wirklich lesbares Format, welches für die Anzeige auf dem Bildschirm und den Druck auf Papier ungeeignet ist. Welche Dateiformate tatsächlich verfügbar sind, hängt von der Bank ab.
  • HKEKP: Elektronischer Kontoauszug PDF. Hierbei werden die Kontoauszüge generell im für Menschen lesbaren PDF-Format geliefert.

Hibiscus bevorzugt den Abruf per HKEKP. Falls dieser bei der Bank nicht verfügbar ist, versucht die Anwendung den Abruf per HKEKA im PDF-Format. Sollte die Bank bei diesem Geschäftsvorfall kein PDF-Format anbieten (sondern nur MT940), dann ist der Abruf des Kontoauszuges in Hibiscus für dieses Konto nicht möglich - es sei denn, in den Kontoauszugseinstellungen für dieses Konto wird die Option „Auch abrufen, wenn Kontoauszug nicht unterstützt oder kein PDF-Format angeboten wird“ aktiviert. In diesem Fall erscheint die Liste der abgerufenen Kontoauszüge zwar in Hibiscus, die Dokumente können dann aber nicht sinnvoll betrachtet werden, da sie in keinem für Menschen lesbaren Format vorliegen (MT940 ist ein recht kryptisches, textbasiertes Dateiformat). Dennoch gelten die Kontoauszüge aus Sicht der Bank dann als abgerufen, sodass sie nicht mehr kostenpflichtig per Post versendet werden.

Welche Variante konkret verfügbar ist, unterscheidet sich von Bank zu Bank.

Vorbedingungen

Damit Hibiscus herausfinden kann, welche Geschäftsvorfälle die Bank für das Konto unterstützt, müssen die Bank- und User-Parameter-Daten (BPD/UPD) des Bank-Zugangs aktuell sein.

Um zu prüfen, ob diese Informationen bereits vorliegen, klicke links in der Navigation auf „Elektr. Kontoauszüge“, um die Liste der Kontoauszüge zu öffnen. Klicke auf die Schaltfläche „Einstellungen“ und wähle das gewünschte Konto aus.

Direkt unterhalb der Konto-Auswahl wird daraufhin in grüner oder roter Textfarbe eingeblendet, ob und in welcher Form HKEKA bzw. HKEKP unterstützt werden. Falls keine hinreichende Unterstützung für HKEKA/HKEKP erkannt wurde, sind die BPD/UPD entweder nicht aktuell oder aber die Bank unterstützt den Abruf des elektronischen Kontoauszuges tatsächlich nicht.

BPD/UPD aktualisieren

Öffne den Bank-Zugang durch Klick auf „Bank-Zugänge“ links in der Navigation und anschließend Doppelklick auf den entsprechenden Bank-Zugang. Klicke auf die Schaltfläche „BPD/UPD“. Es öffnet sich ein Fenster, welches die derzeit verfügbaren Bank- und User-Parameter anzeigt. Klicke auf die Schaltfläche „BPD löschen“ und danach auf „Schließen“. Klicke nun auf die Schaltfläche „Konfiguration testen“. Hierbei werden diese Daten erneut abgerufen. Insofern der Test erfolgreich verlief, können die zugeordneten Konten automatisch angelegt werden. Klicke hier auf „Ja“.

Unter Umständen werden anschließend ein oder mehrere Konten doppelt angezeigt. Wenn das der Fall ist, dann vergleiche deren Eigenschaften und übertrage die Abweichungen von dem neu angelegten Konto auf das bereits existierende. Klicke hierzu doppelt auf die jeweiligen Konten, um deren Detailansicht zu öffnen und prüfe dort insbesondere das Feld „Kundenkennung“ im Reiter „Zugangsdaten“. Insofern das neu angelegte Konto eine abweichende Kundenkennung besitzt, dann übertrage diese in das existierende Konto. Das neu angelegte doppelte Konto kann anschließend gelöscht werden.

Prüfe nun, ob die Kontoauszugseinstellungen für dieses Konto jetzt eine Unterstützung für HKEKA/HKEKP anzeigen.

Falls dies immer noch nicht der Fall ist, kann es u.U. helfen, den Bank-Zugang zu löschen und neu anzulegen, da hierbei auch die UPD neu von der Bank abgerufen werden. Die bereits vorhandenen Konten und Umsätze gehen dabei nicht verloren.

Unterstützung von HKEKA/HKEKP bei Banken

Wenn das Aktualisieren der BPD und das Löschen/Neuanlegen des Bankzugangs nicht dazu führten, dass in den Kontoauszugseinstellungen eine Unterstützung für HKEKA/HKEKP abgezeigt wird, dann bietet deine Bank diese Geschäftsvorfälle tatsächlich nicht an oder aber sie sind nicht für dein Konto freigeschaltet. Wende dich in dem Fall bitte an deine Bank.

Falls der Hinweis-Text „HKEKA: Von Bank unterstützt, jedoch nicht im PDF-Format“ angezeigt wird, dann unterstützt die Bank zumindest den Abruf im MT940-Format. Aktiviere in dem Fall die Option „Auch abrufen, wenn Kontoauszug nicht unterstützt oder kein PDF-Format angeboten wird“, um zumindest zu vermeiden, die Kontoauszüge kostenpflicht per Post zu erhalten.

Hinweis zu Sparkassen

Die Bank-Zugänge vieler Sparkassen-Kunden sind so konfiguriert, dass der Abruf der Kontoauszüge nur per HKEKA im MT940-Format möglich ist. Die Bank selbst unterstützt jedoch auch HKEKP. Wende dich in dem Fall bitte an die Hotline der Onlinebanking-Abteilung deiner Bank und bitte sie darum:

  1. das „elektronische Postfach“ zu deaktivieren. Das ist die Anzeige und Download-Möglichkeit der Kontoauszüge über die Webseite der Bank. Der Abruf der Kontoauszüge per Fremdsoftware ist nur möglich, wenn das elektronische Postfach deaktiviert wurde, da es sonst zwei konkurrierende Abrufmöglichkeiten gäbe
  2. den Geschäftsvorfall „HKEKP - elektronischer Kontoauszug“ zu aktivieren.

Je nach Kenntnisstand des Support-Mitarbeiters an der Hotline kann es u.U. nötig sein, mehrfach dort anzurufen, bis die Einstellungen dort tatsächlich korrekt vorgenommen.

Einstellungen für den elektronischen Kontoauszug

Klicke in der Liste der Kontoauszüge auf die Schaltfläche „Einstellungen“ und wähle das gewünschte Konto aus.

Konto-Synchronisation

Konfiguriere im Absatz Konto-Synchronisation, ob und in welchem Intervall die Kontoauszüge für dieses Konto automatisch im Rahmen der Kontosynchronisation abgerufen werden sollen. Das Feld „Nächster Abruf“ zeigt daraufhin an, wann (basierend auf dem letzten Abruf) planmäßig der nächste Abruf erfolgen soll.

Aktiviere die Option Automatisch Empfangsquittung an Bank senden. Es empfiehlt sich, diese Option zu aktivieren. Alternativ kann die Empfangsquittung auch anschließend manuell an die Bank gesendet werden. Klicke hierzu in der Liste der Kontoauszüge mit der rechten Maustaste auf den entsprechenden Kontoauszug und wähle im Kontextmenü „Empfangsquittung senden…“. Der Befehl ist jedoch nur verfügbar, insofern die Bank tatsächlich eine Empfangsquittung benötigt und diese noch nicht bereits an die Bank gesendet wurde. Nicht alle Banken nutzen Empfangsquittungen. Bei jenen Banken, die sie nutzen, gilt der Kontoauszug solange als „nicht abgerufen“, bis die Empfangsquittung an die Bank gesendet wurde. Das ermöglicht den mehrfachen Abruf des Kontoauszuges (so oft, bis der Empfang quittiert wurde).

Aktiviere die Option „Automatisch als gelesen markieren“, wenn die Kontoauszüge beim Abruf automatisch als gelesen markiert werden sollen. Es empfiehlt sich, diese Option zu deaktivieren, um leicher erkennen zu können, welche Kontoauszüge neu hinzugekommen sind. Diese werden in der Liste fett gedruckt angezeigt. Zusätzlich wird links in der Navigation hinter dem Text „Elektr. Kontoauszüge“ die Anzahl ungelesener Kontoauszüge angezeigt.

Ablage-Ort der Kontoauszüge

Wähle in Kontoauszüge speichern in den Ordner aus, in dem die Dateien der Kontoauszüge gespeichert werden sollen. Standardmäßig ist dies der Ordner „hibiscus/kontoauszüge“ innerhalb des Jameica-Benutzer-Ordners. Du kannst hier aber auch einen anderen Ordner angeben - z.Bsp. den persönlichen Dokumenten-Ordner. Für jedes Konto kann ein separater Ordner verwendet werden.

Im Feld Vorlage für Unterordner können ein oder mehrere Unter-Ordner definiert werden. Mit Platzhaltern ist es möglich, automatisch Unterordner z.Bsp. für jedes Jahr anzulegen. Folgende Platzhalter sind hierbei möglich - sie werden durch den jeweilen Wert ersetzt:

Platzhalter Beschreibung
${iban} Die IBAN des Kontos
${bic} Die BIC des Kontos
${jahr} Das Jahr des Kontoauszuges¹
${monat} Der Monat des Kontoauszuges²
${tag} Der Tag des Kontoauszuges - zweistellig, ggf. mit führender Null²
${stunde} Die Stunde (Uhrzeit) des Kontoazuges - zweistellig, ggf. mit führender Null²
${minute} Die Minute (Uhrzeit) des Kontoazuges - zweistellig, ggf. mit führender Null²
${nummer} Die Nummer des Kontoauszuges - dreistellig, ggf. mit führerenden Nullen³

Hinweise:

¹ Das Jahr, für welches der Kontoauszug gilt - insofern die Bank diese Information gesendet hat. Alternativ das Jahr des Erstellungsdatums, insofern die Bank diese Information gesendet hat. Wenn auch diese Information fehlt, dann das aktuelle Jahr.
² Monat, Tag, Stunde, Minute des Erstellungsdatums, insofern die Bank diese Information gesendet hat. alternativ das Datum, an dem der Kontoauszug von der Bank abgerufen wurde.
³ Die Nummer - insofern die Bank diese Information gesedet hat. Alternativ „1“.

Im Feld Vorlage für Dateinamen können die selben Platzhalter verwendet werden. Lasse die Dateiendung bitte weg - Hibiscus fügt sie automatisch an. Unter Umständen kann die Vorlage für den Dateinamen auch leer bleiben, wenn die Bank selbst den Dateinamen mitsendet. Ob das tatsächlich der Fall ist, lässt sich jedoch nur durch Probieren herausfinden.

Unter dem Eingabefeld wird eine Vorschau auf den Pfad und Dateiname angezeigt.

Insofern das Plugin „jameica.messaging“ installiert ist oder im LAN eine andere Jameica-Instanz im Server-Modus verfügbar ist, welche dieses Plugin bereitstellt, dann wird eine Option „Kontoauszüge per Jameica Messaging speichern“ angezeigt. Durch Aktivierung der Option können die Kontoauszüge in diesem zentralen Archiv gespeichert werden. Die Auswahl eines Ordners bzw. die Vergabe von Dateinamen entfällt dann.

Klicke auf Übernehmen, um die Einstellungen zu speichern.

Einstellungen die Kontosynchronisation

Insofern eine Unterstützung von HKEKA/HKEKP für das Konto vorhanden ist, kann in den Synchronisierungsoptionen jetzt die Option „Elektronischen Kontoauszug abrufen“ aktiviert werden. Öffne hierzu die Detailansicht des betreffenden Kontos und klicke auf die Schaltfläche „Synchronisierungsoptionen“.

Falls die Option nicht auswählbar ist, dann lies bitte die Absätze „Vorbedingungen“ und „BPD/UPD aktualisieren“ weiter oben. Aktiviere ggf. die Option „Auch abrufen, wenn Kontoauszug nicht unterstützt oder kein PDF-Format angeboten wird“ in den Kontoauszugseinstellungen, um die Kontoauszüge zumindest im MT940-Format abrufen zu können.

Je nach Konfiguration des Intervalls erscheint der automatische Abruf der Kontoauszüge jetzt in der Liste der Synchronisierungsaufgaben (zu finden unter „Start“ → „Hibiscus: Konten synchronisieren“).

Liste der Kontoauszüge

Klicke links in der Navigation auf „Elektr. Kontoauszüge“, um die Liste der abgerufenen Kontoauszüge anzuzeigen.

Durch Doppelklick wird die Datei geöffnet, insofern der Kontoauszug im PDF-Format vorliegt. Sie wird hierbei automatisch als gelesen markiert.

Bereits als gelesen markierte Kontoauszüge werden mit einem grünen Häkchen markiert. Markiere die gewünschten Kontoauszüge und klicke mit der rechten Maustaste, um das Kontextmenü zu öffnen. Folgende Funktionen werden hierbei angeboten:

  • Öffnen: Zeigt den Gehaltsnachweis an (nur auswählbar, wenn genau ein Kontoauszug markiert ist)
  • Speichern unter…*: Ermöglicht es, eine Kopie der Kontoauszüge in einem beliebigen Ordner zu speichern
  • Als gelesen markieren (ALT+G): Markiert die Kontoauszüge als gelesen
  • Als ungelesen markieren (STRG+ALT+G): Markiert die Kontoauszüge als ungelesen
  • Kontoauszüge abrufen: Startet einen manuellen Abruf der Kontoauszüge von der Bank
  • Empfangsquittung senden…: Sendet die Empfangsquittung des Kontoauszuges an die Bank (nur auswählbar, wenn genau ein Kontoauszug markiert ist, die Bank hierfür eine Empfangsquittung verlangt und diese noch nicht an die Bank gesendet wurde)
  • Exportieren…: Exportiert die Liste der Kontoauszüge im XML-Format, um sie in einer anderen Hibiscus-Installation wieder importieren zu können. Beachte, dass hierbei nur die reinen Datensätze exportiert werden. Nicht die PDF-Dateien selbst. Diese müssen manuell kopiert werden. Exportiere die Kontoauszüge gruppiert pro Konto, da beim Import anschließend das Konto ausgewählt werden muss, dem die Kontoauszüge wieder zugeordnet werden sollen.
  • Importieren…: Importiert eine Liste von Kontoauszügen im XML-Format.

Im Reiter „Anzeige einschränken“ können verschiedene Filter-Kritieren definiert werden, um die Liste der anzuzeigenden Kontoauszüge einzuschränken.

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